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Jugendamt

Bild: Anneke Wardenbach

Interkulturelle Kompetenz

Interkulturelle Kompetenz bedeutet, die kulturelle und weltanschauliche Vielfalt von jungen Menschen und ihren Eltern anzuerkennen und sich konstruktiv darauf einzustellen. Die Entwicklung interkultureller Kompetenz ist dabei ein wesentlicher Meilenstein für eine gelungene Integration.

Wir bieten für Schulklassen der weiterführenden Schulen und für Jugendliche aus der Jugendarbeit interkulturelle Trainings an.

Unsere Ziele

  • Förderung einer klaren Kommunikation
  • Sensibilisierung für Kompetenzvielfalt durch Unterschiedlichkeit
  • Förderung der Konfliktfähigkeit
  • Förderung von Kooperation und Teamfähigkeit

Alle Angebote werden als ein- oder zweitätige Trainings angeboten.

Angebote zum Erwerb interkultureller Kompetenzen

Theater der Schatten

Im Rahmen vom BAMF geförderten Integrationsprojektes für Spätaussiedler und Kontingentflüchtlinge ist eine Jugendtheatergruppe "Theater der Schatten" entstanden, die sich mit Entwicklung und Aufführung zweisprachigen (deutsch-russisch) Szenencollagen zu verschiedenen Themen beschäftigt.

Die Jugendlichen aus dieser Theatergruppe haben russischsprachigen Migrationshintergrung, gehören verschiedenen Religionen an und sind zwischen 16 und 21 Jahren alt.

Die Theatergruppe hat drei Szenencollagen entwickelt:

  • Die erste Szenencollage erzählt einfühlsam eine Migrationgeschichte von Menschen aus dem "russischsprachigen" Ausland. Die Erfahrungen von zehn Jugendlichen, Aussiedler und Kontingentflüchtlinge, mit dem Verlassen ihrer Heimat und ihre Wünsche für die Zukunft in Deutschland bilden die Grundlage dieser szenischen Collage. Es ist die Geschichte über Ablehnung, Trauer, Gemeinschaft und Zuversicht, die emotional berührt und zum Nachdenken anregen möchte.
  • Die zweite Szenencollage heißt: "Gemeinsame Verpflichtung. Andenken an Anne Frank und Tanja Sawithewa". In dieser Darstellung handelt es sich Gegenüberstellung der Schicksale von zwei Mädchen, die in den Zeiten vom zweiten Weltkrieg gelebt haben. Anne Frank und Tanja Sawithewa waren gleich alt, haben gleiche Erfahrungen, eingesperrt zu sein, erleben müssen: Anne Frank verbrachte einige Jahre in einem Versteck im Hinterhaus im Amsterdam, Tanja Sawitschewa hat die Belagerung von Leningrad erlebt. Anne und Tanja haben beide ein Tagebuch geführt und somit Zeugnisse aus der Zeit für die kommenden Generationen geschaffen. Beide Mädchen haben den Krieg nicht überlebt. In der Szenencollage setzen sich die Jugendliche mit dem Thema kreativ auseinander. Sie laden ein, über Leben von Anne und Tanja nachzudenken und wollen so mit dem Zuschauer emotional berühren.
  • Die Idee der dritten Szenencollage spricht das Thema "Schatten & Licht" an. Die Hauptaussage dieser Darstellung ist : "Wenn Du über Dein Schatten springst, springst Du immer ins Licht!" Im Wechselspiel zwischen Schatten und Licht, wurden Ängste und Mut hier auf kreative Weise und aussagekräftig präsentiert.

Interkulturelle Kompetenz und Vielfalt

Das praxisorientierte Trainingsprogramm beinhaltet Übungen aus dem Bereich der Spiel- und Theaterpädagogik, die sich an der Erfahrungs- und Lebenswelt der Teilnehmenden orientieren. Es besteht ein abwechslungsreicher Ablauf von Einzel-, Paar,- und Kleingruppenarbeit im Wechsel mit Theorieanteilen.

Das eigene Verhalten im Bezug auf Wertestandpunkte wird in den Übungen überprüft und Handlungsalternativen werden erprobt.

Brauchen Kinder Märchen?

Dialogische Veranstaltung für die Eltern

Während der zweisprachigen Veranstaltung (deutsch-russisch, deutsch-türkisch) werden den Eltern einige bekannte Märchen vorgestellt. Anschließend tauschen die Eltern, auch in derer Muttersprache, in einem Dialog ihre Erfahrungen zum Thema aus. Für die Übersetzung wird gesorgt. Während der Veranstaltung werden die Eltern als Experten in eigener Sache gesehen. Dadurch genießen alle Teilnehmer der Veranstaltung ihre Expertenrolle und werden angenommen und akzeptiert, so wie sie sind.

Die Eltern werden nicht belehrt, sondern zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch auf den gleichen Ebene eingeladen. Dabei werden verschiedene Aspekte wie Zweisprachigkeit, Brutalität in Märchen, positive Auswirkungen des Vorlesens allgemein angesprochen. Das Angebot dient der Verständigung der unterschiedlichen Kulturen. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird den Eltern ermöglicht in der anderen Sprache und Kultur„zu schnuppern“ mit der Erkenntnis, dass alle Eltern, unabhängig von der Herkunft, gleich sind. Sie wollen nur das Beste für ihre Kinder.

Die Veranstaltung kann mit und ohne Kinderbetreuung angeboten werden.

Kontakt

Jugendamt Dortmund - Respekt-Büro