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Autofahrerin mit Rollstuhl

Sozialamt

Bild: Benito Barajas

Technische Arbeitshilfen

Technische Arbeitshilfen sind solche Vorrichtungen, die neben einer ergonomischen Anpassung der Grundausstattung des Arbeitsplatzes im Einzelfall wegen der besonderen individuellen Verhältnisse darüber hinaus erforderlich sind, um dem behinderten Menschen seine Arbeit zu ermöglichen oder zu erleichtern. Technische Arbeitshilfen i.S.d. § 26 Abs. 1 Nr. 3 SchwbAV ergänzen also in der Regel eine vorhandene Grundausstattung und verändern deshalb den Arbeitsplatz nicht in seiner Grundstruktur. Der Umfang dieser Leistungen für den Arbeitgeber ergibt sich aus § 26 Abs. 2 SchwbAV.

Umfang der Leistungen für den Arbeitgeber

Nach § 26 Abs. 1 Nr. 3 SchwbAV können Arbeitgeber Zuschüsse bis zur vollen Höhe der entstehenden notwendigen Kosten für die Ausstattung von Arbeitsplätzen mit notwendigen technischen Arbeitshilfen erhalten.

Die Höhe des Zuschusses bestimmt sich entsprechend § 26 Abs. 2 SchwbAV nach den Umständen des Einzelfalles. Der Arbeitgeber hat sich dabei gem. § 26 Abs. 3 SchwbAV i.V.m. § 15 Abs. 2 S. 1 SchwbAV in einem angemessenen Verhältnis an den Gesamtkosten zu beteiligen.

Bei der Festsetzung der Höhe der Leistung sind insbesondere zu berücksichtigen, ob eine Verpflichtung des Arbeitgebers zur Durchführung von Maßnahmen gem. § 164 Abs. 3 S. 1, Abs. 4 S.1 Nr. 4 u. 5 SGB IX besteht und erfüllt wird und ob der Arbeitgeber seiner Beschäftigungspflicht nach §§ 154 u. 155 SGB IX nachkommt bzw. schwerbehinderte Menschen über die Beschäftigungspflicht hinaus beschäftigt.

Die Förderung umfasst:

  • die Erst- und Ersatzbeschaffung des Hilfsmittels,
  • die Wartung und Instandhaltung
  • sowie die Ausbildung im Gebrauch des Hilfsmittels.

Schwerbehinderte Menschen, die zur Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit spezielle, ihren Fähigkeiten angepasste bzw. für sie entwickelte Hilfsmittel benötigen, werden individuell gefördert (§ 19 SchwbAV). Leistungen an den schwerbehinderten Menschen kommen dann in Betracht, wenn ein technisches Hilfsmittel so auf die Behinderung und die persönlichen Verhältnisse des schwerbehinderten Menschen ausgerichtet ist, dass es am Arbeitsplatz nur von diesem genutzt werden kann. Der Umfang der Leistungen an den schwerbehinderten Menschen richtet sich nach den §§ 18 u. 19 SchwbAV.

Umfang der Leistungen an den schwerbehinderten Menschen

Gemäß § 18 Abs. 2 Nr. 2 SchwbAV können Leistungen an schwerbehinderte Menschen zur begleitenden Hilfe im Arbeitsleben erbracht werden, "wenn es dem schwerbehinderten Menschen wegen des behinderungsbedingten Bedarfs nicht zuzumuten ist, die erforderlichen Mittel selbst aufzubringen". In den übrigen Fällen sind seine Einkommensverhältnisse zu berücksichtigen. Kosten für technische Arbeitshilfen können nach § 19 SchwbAV bis zur vollen Höhe übernommen werden.