Blick über die Stadt mit Dortmunder U

Amt für Stadterneuerung

Miteinander. Mitte. Machen.

Stadtpanorama Dortmund (Blick über den Stadtgarten Richtung Norden)

Die Zukunft der City gestalten Verwaltung und private Akteur*innen gemeinsam.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Seit über einem Jahr läuft der Prozess zum Anstoß eines Citymanagements und hat in zahlreichen Dialogformaten, Werkstätten, Umfragen und Austauschen viele Perspektiven für die Dortmunder City hervorgebracht. Unternehmen und Institutionen ebenso wie Immobilieneigentümer*innen, Bewohner*innen und Besucher*innen der Innenstadt wurden einbezogen und haben dem Prozess so eine breite Basis gegeben.

Eine Abendveranstaltung am Dienstag, 15. November 2022, zeigt nun die zentralen Ergebnisse dieses Prozesses, gewährt Einblicke in aktuelle Aktivitäten für die Dortmunder City und gibt einen Ausblick auf das weitere Vorgehen. Unter dem Titel "Miteinander. Mitte. Machen. Perspektiven für die Dortmunder City" lädt das federführende Amt für Stadterneuerung alle Interessierten ab 18 Uhr in den Lichthof des Baukunstarchivs NRW ein. Einlass ist ab 17.30 Uhr.
Achtung: Die Veranstaltung ist ausgebucht, eine Anmeldung nicht mehr möglich.

Was bisher geschah – Gemeinsame Schritte

In einem ersten Schritt hat das Projektteam des Büros Stadt+Handel und des Amtes für Stadterneuerung Ende Juli 2021 sogenannte „Speed-Datings“ zum Kennenlernen der aktiven Köpfe der Dortmunder Innenstadt veranstaltet. Diese wurden unkompliziert online als kurze Videokonferenz durchgeführt und haben vielfältige, inspirierende und „echte“ Einblicke in die Ansichten der City-Akteur*innen gebracht.

Zur tiefer gehenden Erfassung des vor Ort vorhandenen Know how wurden im September und Oktober 2021 leitfadengestützte Experteninterviews geführt. Stakeholder und intermediäre City-Akteur*innen wurden zu ihren Einschätzungen der Zukunftsperspektiven der Dortmunder Innenstadt befragt. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen ebenso wie die Ergebnisse der weiteren Beteiligungsformate in die Innenstadt-Analyse ein.

Blick ins Plenum der Impulsveranstaltung zur Cityentwicklung am 4. Oktober 2021

Blick ins Plenum der Impulsveranstaltung zur Cityentwicklung am 4. Oktober 2021
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Die Impulsveranstaltung am 04.10.2021 im Westfälischen Industrieklub im Herzen der Dortmunder City gab ein deutlich sichtbares Signal zum Aufbruch in eine positive Entwicklung der Dortmunder City. Rund 130 Personen aus den Bereichen Handel, Gastronomie und Nightlife, Kunst und Kultur, Immobilieneigentümer*innen, von Institutionen, Kirchen und Verbänden sowie aus Politik und Verwaltung waren der Einladung von Oberbürgermeister Thomas Westphal gefolgt und brachten sich aktiv in die zugleich informative wie kurzweilige Veranstaltung ein.

In den Blick genommen wurden dabei verschiedene Vermögenswerte der Dortmunder City – ökonomisch, ökologisch, sozial, kulturell und emotional. An fünf entsprechenden "Dialogstationen" haben die Teilnehmenden online über provokante Thesen zu den einzelnen Vermögenswerten abgestimmt und analog über mögliche Ansätze zur Zukunft der City diskutiert.

Die Präsentation von Stadt+Handel im Rahmen der Impulsveranstaltung haben wir im Bereich Downloads für Sie bereit gestellt.

Routen der Innenstadtspaziergänge

Routen der Innenstadtspaziergänge
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt+Handel Beckmann und Föhrer Stadtplaner PartGmbB

Im Oktober 2021 haben insgesamt sechs Innenstadtspaziergänge stattgefunden, bei denen die verschiedenen Akteur*innen der Innenstadt einen detaillierten Blick auf die verschiedenen City-Quartiere geworfen haben. Vor Ort wurden die Ausgangssituation und die Entwicklungsperspektiven der jeweiligen Lagen diskutiert und erste Zukunftsideen formuliert. Die Spaziergänge dienten zudem dazu, Quartiere für den weiteren Positionierungs- und Profilierungsprozess für die Dortmunder City zu identifizieren.

Vom 11. Oktober bis zum 7. November 2021 konnten sich alle Interessierten an einer Online-Befragung zur Dortmunder City beteiligen:
Was zeichnet die Dortmunder Innenstadt in Ihren Augen aus? An welchen Orten halten Sie sich am liebsten auf? Diese und weitere Fragen wurden den Besucher*innen und Nutzer*innen der Dortmunder City gestellt.
Die Aktion fand große Beachtung: Knapp 2.000 Personen haben ihre Ideen und Meinungen eingebracht. Die Antworten liefern wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung der Dortmunder Innenstadt und für den weiteren Prozess zum Anstoß eines Citymanagements. Die komplette Auswertung ist im Bereich Downloads einzusehen.

Screenshot der Teilnehmenden einer digitalen Quartierswerkstatt

In digitalen Quartierswerkstätten brachten die Teilnehmenden viele Impulse ein.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt + Handel Beckmann und Föhrer

Im Februar und März 2022 wurde der Blick auf die verschiedenen Quartiere der Dortmunder City gerichtet – auf ihre Potenziale und Ziele. Dazu fanden an drei Terminen in Online-Videokonferenzen Quartierswerkstätten statt. Die Teilnehmenden setzten sich darin detailliert mit insgesamt neun Teilbereichen innerhalb des Wallrings auseinander. Darunter waren die "Köpfe“ aus den Quartieren selbst: die Treiber*innen und Macher*innen der Dortmunder City, Vertreter*innen dort ansässiger oder tätiger Verbände und Institutionen sowie verschiedene Fachbereiche und Einrichtungen der Stadt Dortmund. Dass auch im Rahmen eines digitalen Formates kreative Ideen entstehen können, stellten die Cityakteur*innen eindrucksvoll unter Beweis.

Im ersten Schritt wurden Leitgedanken und Visionen für die einzelnen Quartiere formuliert. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Rolle das jeweilige Quartier in und für die Innenstadt spielen soll. Im nächsten Schritt machten sich die City-Akteur*innen Gedanken darüber, was genau benötigt wird, um diese Zielbilder zu realisieren. Welche Schlüsselprojekte sind anzugehen? Und wer muss was konkret dafür einbringen?

Collage aus mehreren Fotos mit der Aufschrift "Klosterviertel - das lebenswerte Wohnviertel für Innenstadtfans"

Moodboards verdeutlichen die Zielperspektiven für die neun City-Quartiere.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Adobe Stock / o.v.l.: Tatyana Nazatin, Irina Schmidt, Designsprache; u.v.l.: Kara, missizio01, ArTo

Im Ergebnis ist eine Quartiersprofilierung entstanden, die mit beispielhaften Bildern die Zielperspektiven für neun identifizierten Bereiche der City verdeutlicht: Für das Katharinenviertel, das Brückviertel und das Klosterviertel, den Boulevard Kampstraße, den Hellweg, die "Altstadt" am Alten Markt, das Hansaviertel, das Rosenviertel und die "grüne Bühne" rund um Theater und Rathaus

Die sogenannten "Moodboards" stellen den jeweiligen Charakter der Quartiere visuell dar und vermitteln Stimmungen, die bei der weiteren Entwicklung der City zu berücksichtigen sind. Fertige "Marken" zur Außendarstellung der Quartiere sind sie ausdrücklich nicht. Im weiteren Prozess werden die Profile und Ziele für die Quartiere durch das Büro Stadt+Handel mit konkreten Maßnahmenvorschlägen und Best-Practice-Beispielen hinterlegt.

Die vollständige Präsentation mit den Moodboards und Zielperspektiven der Quartiersprofile für die Cityquartiere ist im Bereich Downloads hinterlegt.

Eine Gruppe von Menschen mit Klemmbrettern diskutiert vor einer Pinnwand mit Klebezetteln.

Strukturierte, intensive Beteiligung brachten die beiden City-Werkstätten.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Im Mai und Juni 2022 haben im Baukunstarchiv NRW am Ostwall zudem zwei City-Werkstätten stattgefunden. Dabei kamen jeweils rund 30 Teilnehmende, zusammengesetzt aus Vertreter*innen der für die Dortmunder City tätigen Institutionen, Vereine und Verbände, der beteiligten Fachbereiche der Stadtverwaltung sowie der im Rat der Stadt Dortmund vertretenen Fraktionen, zusammen.

Strukturiert wurden die Termine nach dem "ABC des Citymanagements":
A wie Agenda: Was sind die Handlungsfelder und Kernaufgaben des Citymanagements?
B wie Basis: Welche Rolle und Funktion füllt das Citymanagement aus?
C wie Chassis: Wie ist das Citymanagement organisiert und wie und durch wen wird es finanziert?

Für das Projektteam vom Büro Stadt+Handel und dem Amt für Stadterneuerung gilt es nun, die Ergebnisse der City-Werkstätten in anwendbare Empfehlungen für das zukünftige Citymanagement zu übersetzen und entsprechende Entscheidungen durch den Rat der Stadt Dortmund vorzubereiten.

Wie geht es weiter?

Abschließender Baustein im Prozess zum "Anstoß eines Citymanagements" ist die Erarbeitung eines "Regiebuches". Dieses führt die in den verschiedenen Beteiligungsschritten kooperativ erarbeiteten Ergebnisse detailliert zusammen. Es enthält ein Zukunftsbild für die Dortmunder Innenstadt und konkrete Maßnahmenvorschläge für die Bereiche "Nutzungen und Immobilien", "Städtebau und öffentlicher Raum" sowie "Kommunikation, Marketing und Digitalisierung". Zudem zeigen Empfehlungen zu Kooperations- und Managementstrukturen für die Dortmunder City einen klaren Weg auf, wie und durch wen die Projekte zielgerichtet umgesetzt werden.

Den Akteur*innen der Dortmunder City und dem zukünftigen Citymanagement wird somit ein passgenauer Handlungsleitfaden für die weitere Cityentwicklung an die Hand gegeben.

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